Wir alle wissen, dass die meisten Elektronikprodukte relativ gekapselt sind und große wie kleine elektronische Bauteile im Inneren verbaut werden. Neben der Notwendigkeit, verschiedene Wärmeableitungsvorrichtungen zu installieren, ist auch der Einsatz wärmeleitender Materialien unerlässlich. Warum ist das so?
Wärmeleitfähiges Material ist ein Oberbegriff für Materialien, die zwischen dem wärmeerzeugenden Bauteil und dem Kühlkörper eines Produkts angebracht werden, um den thermischen Kontaktwiderstand zwischen beiden zu reduzieren. Früher verwendeten die meisten Produktentwickler Kühlkörper oder Lüfter, um die Wärmeabfuhr von Wärmequellen zu verbessern. Mit der Zeit zeigte sich jedoch ein Problem: Die tatsächliche Wärmeabfuhr entsprach nicht den Erwartungen.
Warum benötigt man wärmeleitende Materialien? Wärmeerzeugendes und wärmeabführendes Bauteil sind miteinander verbunden, wobei sich zwischen den beiden Kontaktflächen ein Luftspalt befindet. Während der Wärmeleitung von der Wärmequelle zum Kühlkörper verringert sich die Leitungsgeschwindigkeit aufgrund dieses Luftspalts, was die Wärmeableitung elektronischer Produkte beeinträchtigt. Die Wärmeleitfähigkeit des Materials dient dazu, dieses Problem zu lösen.
Das wärmeleitende Material reduziert den Kontaktwärmewiderstand zwischen den beiden Komponenten, indem es die Spalten zwischen den Kontaktflächen ausfüllt. Dadurch wird ein gleichmäßiger Kontakt zwischen den beiden Flächen und eine effiziente Wärmeabfuhr gewährleistet. Durch den Einsatz von wärmeleitendem Material wird die Wärme schneller zum Kühlkörper geleitet und die Temperatur der Wärmequelle gesenkt. Das wärmeleitende Material dient nicht nur zum Ausfüllen des Raums zwischen Wärmequelle und Kühlkörper, sondern auch zwischen elektronischen Bauteilen und Gehäuse sowie zwischen Leiterplatte und Gehäuse.
Veröffentlichungsdatum: 28. August 2023

